Wenn einer eine Reise tut

Auf meinen Reisen quer durch die Welt habe ich so einiges gesehen. Schöne Strände, tolle Hotels, liebe Menschen, aber auch Armut und Bedürftigkeit. Ich bin ein Mensch, der überaus schätzt, was er hat. Sei es meine Familie, meine Gesundheit, mein Job, aber auch meine finanzielle Situation, die ich mir über die letzten Jahre erarbeitet habe.

Dank viel Krampf in der Vergangenheit habe ich heute die Möglichkeit, viele Länder dieser Welt zu besuchen. Ich war in Italien, Griechenland, Spanien, aber auch schon auf Hawaii, Bora Bora, Fiji oder Australien. Auf diesen Reisen war ich stets gut aufgehoben. Wenn man sich innerhalb der Touristengebiete bewegt, sieht alles richtig schön und luxuriös aus. Doch es geht auch anders.

Ganz anders.

Reichtum der Herzen
Meine Augenöffner auf meinen Reisen durch die Welt waren die Abstecher nach Asien und in die Karibik. Meine Reise Ende der 90er, in den Norden der Dominkanische Republik, brachte mich in Dörfer, in welchen Kinder an unserem Fahrzeug hoch kletterten, um irgendein Souvenir wie eine Zahnbürste, ein Kugelschreiber oder etwas Süsses zu erhalten. Diese Dinge hatte man da zu dieser Zeit schlicht noch nicht.

Kurz nach dem Bombenanschlag in Kuta 2003 verschlug es mich auf die Insel Bali. Ich wollte erfahren, wie es den Menschen nach einem so einschneidenden Erlebnis ging, das viele Menschenleben gekostet hatte. Ich war überrascht ab deren Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und ihrem ungebrochenen Lächeln. Hier entdeckte ich die Liebe zu Asien, die mich in den folgenden Jahren nach Thailand, Kambodscha, Vietnam und nach Myanmar (Burma) führte.

Durch welche Länder ich in Asien auch immer reiste, das Bild war stets das gleiche: wenig materieller Reichtum – viel Sonne und Liebe im Herzen der Menschen.

Auch heute, wenn ich diesen Blog für euch schreibe, bin ich wieder in Asien unterwegs. Zum dritten Mal bereise ich die Insel Bali. Seit 2003 hat sich hier einiges verändert. Mehr Verkehr, mehr Luxushotels, mehr Touristen, luxuriösere Restaurants. Immer mehr ähnelt das Leben hier dem Trott in Europa.

Was ist wirklich wichtig?
Nur zwei Dinge scheinen hier stehen geblieben zu sein: die finanzielle Armut der lokalen Bevölkerung und ihre stete, freundliche und zuvorkommende Art. Für manche mag das widersprüchlich sein. Für mich ist es einmal mehr der Beweis dafür, was uns Menschen wirklich glücklich macht: Es ist die Zeit mit Familie und Freunden. Es ist das Dach über dem Kopf, und genügend Essen zu haben. Es ist die Gesundheit, und zu guter Letzt, der freundliche, offene und herzliche Umgang miteinander.

Die Menschen hier haben Träume wie wir. Sie verfolgen sie auch, wie wir das tun. Vor allem aber sind die Menschen hier zufrieden mit dem, was sie haben. Gier, Neid und Eifersucht sind hier selten bis nie anzutreffen. Man freut sich mit den reichen Touristen in den luxuriösen Restaurants genauso wie mit der lokalen Familie, die gleich um die Ecke ein Hühnchen vom Grill verspeist.

Hier lebt man mit offenem Herzen, für- und miteinander. Ich wünsche mir, dass sich der eine oder andere Tourist nach seiner Rückkehr in den Alltag auch diese schönen Erfahrungen und Erinnerungen mit nach Hause nimmt. Das würde unserer industrialisierten Welt doch einiges mehr an Freude bringen, als ein Mitbringsel, das schon bald auf der Kommode verstaubt.

Bereise auch du die Welt mit offenen Armen und Herzen. Für das musst du nicht gleich um den Erdball fliegen. Es reicht schon, in den Zug oder ins Auto zu steigen, und den Menschen um dich herum ein Lächeln zu schenken.

Gemeinsam erschaffen wir uns eine noch schönere Welt.

Von Herzen,

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PS: Auf unseren Reisen besuchst du schöne Länder. Aber vor allem trittst du die Reise zu dir selbst an. Hier geht es zu den Terminen 2018 auf Ibiza.