Wir alle kennen diese Situationen. Zu oft schon haben wir sie erlebt. Entweder, weil wir die Besserwisser sein wollten. Oder, weil unser Gegenüber glaubte, die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben.

So oder so, am Schluss endet es immer gleich: im Streit. Obwohl uns diese Diskussionen in Teufelsküche bringen, rufen wir sie so oft hervor. Auch mir passierte es immer wieder. Zu oft, wie ich Jahre später selbst erkennen durfte. Ich ging diesem Schema auf den Grund und gerne gebe ich dir meine Erkenntnis weiter, damit auch du lockerer und ohne Streit durchs Leben gehen kannst.

Die Lösung liegt auf der Hand…

… und trotzdem verfallen wir immer wieder in den Kreislauf der Rechthaberei. Gerne erzähle ich dir eine Geschichte aus meinem Leben, um dir zu zeigen, wie ich damals mit einer ähnlichen Situation umgegangen bin, und wie ich es heute tue.

Früher war ich noch jung und wild, wie man so schön sagt. Es war in meinen 20ern. Ich hatte mit meiner Art einen gewissen Status erarbeitet. Die Leute schenkten meinen Worten glauben. Mit meiner damals zugegebenen recht oberflächlichen Art, eckte ich bei vielen Menschen an. Ich hatte etwas gegen Menschen, die sich nicht bewegten, die rauchten, Drogen konsumierten, dick waren oder einfach nicht in mein Lebensschema passten. Ich war ziemlich parteiisch und überhaupt nicht offen gegenüber ihren Erklärungen oder Meinungen. So verstrickte ich mich oft in Diskussionen. Das Thema, worum es sich in den Gesprächen drehte, war das Aussehen der Menschen.

Ich konnte nicht verstehen, wie sich jemand einfach so gehen lassen konnte, dass er x-Kilo Übergewicht hatte oder Kleider trug, die meiner Meinung nach aussahen wie der letzte „Lumpen“. Auch unsportliche Leute, negativ oder anders Denkende kamen in mein Kreuzfeuer. Ich war stur und engstirnig. Das brachte viel schlechte Energie und Streit in mein Leben. Ich wollte einfach Recht behalten und beharrte auf meiner Meinung.

Diese Woche war ich dann mit einer richtig tollen Gruppe durch Bali unterwegs. Wir hatten gute Gespräche. Einmal führte das Thema in Richtung Gesundheit, da sich eine der Teilnehmerinnen erkältet hatte. Ich bin hier sehr offen, bevorzuge für mich selbst jedoch eher die alternative oder östliche Medizin. Ich glaube an das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele. Ich glaube daran, dass unser Körper uns aufzeigt, wo unsere Grenzen liegen, damit wir spätestens dann darauf reagieren können. Der Gegenpol der Diskussion war ein Beschwörer der allgemeinen Medizin. Und wir verlief nun dieses Gespräch? Ich erläuterte meine Meinung zu Globuli und Erkältungssymptomen. und wie wir diese bei der kranken Teilnehmerin angegangen sind.

Natürlich stiess ich auf Widerstand bei meinem Diskussionspartner, und auch der eine oder andere Spruch viel in der Runde. Zuerst wurmte mich dies und ich ging etwas verärgert vom Tisch. Wie so oft besann ich mich dann aber auf das, was ich in den vergangenen Jahren gelernte hatte: Jeder Mensch darf seinen freien Willen und seine eigene Meinung haben. Ich verliess also den Kreislauf des Egos und fand mich selbst in meiner Mitte wieder. Alles war gut.

Spannender Ausgang der Geschichte

Am nächsten Tag war ich voller Freude mit einer Yoga- und Meditationsstunde in den Tag gestartet, als ich die noch vorgestern so kränkelnde Teilnehmerin, beim Frühstück traf. Nach zwei Tagen war sie nun wieder voll fit und konnte die Tage mit uns geniessen.

Das spannende war: An diesem Tag erwischte es genau jenen Teilnehmer, der noch kürzlich über die alternative Medizin wetterte, mit einer Erkältung! Meine Hilfe mit Schwarzkümmel und Globuli lehnte er dankend ab. Da müsse er schon um einiges kränker sein, um sich solche Hilfe zu holen, meinte er. Klar, kein Problem, dachte ich und wünschte ihm gute Besserung und baldige Genesung.

Die Moral der Geschichte: Jeder geht seinen eigenen Weg

Gib den Menschen jenen Raum, den sie brauchen, um zu wachsen. Jeder macht seine eigenen Erfahrungen und findet seinen ganz eigenen Weg. Sei kein Besserwisser, sondern unterstütze sie auf ihrem Weg und sei für sie da, wenn sie dich brauchen. Dies befreit nebst deinem Gegenüber vor allem jemand ganz Besonderen: Dich!

Von Herzen,

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