Neuer Lebensabschnitt: Vater sein.

Es ist nun ziemlich genau neun Monate her, als unser kleiner Junge Noah Jason das Licht der Welt erblicken durfte. Nach rund zehn Monaten hoffen, fiebern und freuen, hielten wir ihn nach einer Turbogeburt von nur 30 Minuten gesund in den Händen. Ein Wunder!

In diesem Moment hatten wir noch nicht den blassesten Schimmer, was noch alles auf uns zukommen würde.

Wenig Schlaf und Einsamkeit

Die Tage vergingen wie im Fluge, die Nächte eher weniger. Neben dem zweistündlichen Aufstehen und dem neu erlernten Windelwechseln, machte mir zu Beginn vor allem eines zu schaffen: die Einsamkeit.

Jeder hat schon von ihm gehört oder gelesen: dem Babyblues. Oft trifft es die Frauen wie ein Schlag, wenn sie erkennen, dass ihr Leben nie mehr so sein wird wie früher. Manchmal trifft dieser Zustand jedoch auch den Mann. Und genau so war es bei uns.

Eines Morgens sass ich am Frühstückstisch, als ich auf den leeren Stuhl gegenüber blickte. Hier sassen wir jeden Morgen zu zweit und tauschten uns aus. Genauso wie abends, wenn wir jeweils noch Stunden im Wohnzimmer sassen und uns das Erlebte vom Tag erzählten.

Der kleine Noah ist erst seit ein paar Wochen da, und schon vermisse ich die guten, alten Zeiten. Ach, wie war das schön, als ich morgens rund eine Stunde vor meiner Freundin aufstand, mir Zeit für Yoga nahm und anschliessend unser Frühstück vorbereitete. Ich weckte sie jeweils mit einer Streicheleinheit und den Worten: „Guten Morgen meine Prinzessin, gut geschlafen?“ Ihr verschlafenes Lächeln berührte mein Herz.

Heute sitze ich alleine da und starre auf den leeren Platz am Tisch. Auf einmal überkommen mich Tränen und der Gedanke: “War das die richtige Entscheidung, mit dem Kind?“

Schnell verdränge ich den Gedanken wieder.

Es wird alles gut

Und doch war er da, dieser Gedanke, der mich für einen Moment nicht mehr losliess.

Am Abend kam ich von der Arbeit nach Hause. Tamara war mit unserem Kleinen auf dem Sofa. Bereits auf der Türschwelle rannen mir erneut die Tränen herunter. Irgendwie konnte ich die neue Situation nicht handhaben.

Meine Freundin jedoch schon. Sie bat mich zu sich und schloss mich in ihre Arme. „Es wird alles gut“, flüsterte sie mir ins Ohr. Ich blickte auf, sie auch. Unsere Blicke trafen sich. „Danke“, brachte ich weinerlich über die Lippen. Sie lächelte, und unsere Tränen wandelten sich in Dankbarkeit.

Auch heute bin ich noch dankbar. Und auch heute habe ich noch Momente, wo ich mich nach dieser Zweisamkeit sehne, doch für kein Geld der Welt möchte ich wieder zurück wollen. Da, wo ich heute stehe, fühlt es sich verdammt richtig an. Ich freue mich auf alles, was kommen mag.

Danke Noah, für dein tägliches Lächeln. Danke Tamara, für deine unendliche Liebe. Ich darf mich geehrt fühlen, eine solche Familie zu haben.

Wann hast du deinem Partner und deinen Kindern das letzte Mal gesagt, was sie dir bedeuten? Lerne aus der Vergangenheit! Blicke nach vorn und ändere im Jetzt alles, sodass deine Zukunft hell erleuchten darf.

Von Herzen,

https://www.meinlebenscoach.ch/wp-content/uploads/Signatur-Marco-300x273.png

PS: Bei jeder Veränderung ist es schön, jemanden an seiner Seite zu haben. Wir sind bereit. Und du?