Wie oft habe ich Sätze gehört wie: „Menschen ändern sich nicht.“- “Er war schon immer so, er wird so bleiben.“- “Einmal ein Lügner, immer ein Lügner.“ – “Wer es einmal tut, tut es immer wieder.“

Ist das wirklich so? Können sich Menschen nicht verändern?

Ich habe heute eine wahre Geschichte für euch, aus meinem nächsten Umfeld. Macht euch euer eigenes Bild und fragt euch einmal, ob es nicht schön wäre, wenn sich Menschen ändern könnten.

Ich kenne jemanden wirklich sehr gut. Ich würde sogar behaupten, ich kenne diesen Menschen besser als alle anderen ihn kennen. Ich begleite ihn seit über 30 Jahren und habe schon unglaublich viel mit ihm erlebt. Wir haben zusammen gelacht, gestritten und geweint. Wir haben getanzt, gesoffen und gefeiert. Menschen sind gegangen, andere gekommen und viele auch geblieben. Gerne erzähle ich euch seine Geschichte.

Geboren wurde er in der Nähe des Zürichsees. Ein „fast“ gesunder Körper, einen wachen Geist, eine leuchtende Seele und schon früh den Drang nach vorne. Anfangs, als Baby, noch etwas unbeholfen, konnte er kaum seine eigene Bewegungen kontrollieren, geschweige den Sitzen, Krabbeln oder Laufen. Er gab nicht auf. Er kämpfte jeden Tag von Neuem, auch wenn er immer wieder hinfiel. Es war ihm egal wie oft er fiel. Egal, wie anstrengend es war, er schaute nach vorn und erreichte eines Tages sein Ziel: Er konnte gehen.

Und somit hatte er zum ersten Mal bewiesen: Alles ist möglich, sofern ich es auch wirklich will.

Und er wollte mehr…

Im Kindergarten und in der Schulzeit hatte er wenige Freunde. Wenn überhaupt, waren eher die Mädchen mit ihm zusammen. Er hatte eine Art, mit der er die Mädchen im Herzen berühren konnte. Aber er war dicklich, und über seine stachligen, vergelten Haare machte sich sogar die Lehrerin lustig. Er nahm es stets mit Humor, doch innerlich wusste ich, es tat ihm weh, verdammt weh.

Im Laufe der Zeit entwickelte er auch eine andere Seite. Einerseits war er zurückgezogen und dann wieder übereifrig und frech, ja sogar verletzend.  Auch ich hatte manchmal Mühe mit seinem Verhalten. Ich konnte ihn selbst nicht wirklich verstehen. Wie konnte er A fühlen, aber B machen? Warum musste er sich verstellen? Warum war er zu den einen so gemein, und dann wieder herzenslieb?

Heute weiss ich, dass er einfach nur gefallen wollte. Doch wollen wir das nicht alle?

Er wuchs heran und sein speckiges Gesicht mit Spange im Mund wandelte sich immer mehr in Richtung hübscher, junger Kerl mit strahlendem Lächeln. Doch es war nicht das Entfernen der Spange, sondern etwas ganz bestimmtes dahinter, das den Wandel mit sich brachte.

In der ersten Oberstufe war ein einziges Ereignis für dies alles verantwortlich. Seine sogenannten Freunde zeigten ihm im Freibad seine Grenzen auf. Sie machten sich lustig über seinen dicken Bauch, sein molliges Gesicht und den Gartenhag über seinen Zähnen.

Ab diesem Zeitpunkt hatte er genug. Er wollte nicht mehr der Aussenseiter sein. Er wollte im Mittelpunkt stehen. Nicht nur im Sport, sondern auch als Mensch. Er fing an zu fasten, trainieren, und eiferte seinen Vorbildern aus Film und Sport nach.

Nach nur einem Jahr wandelte sich so ziemlich alles in und um ihn herum. Er machte den Sprung von der Real- in die Sekundarschule und bekam die Möglichkeit, sportlich auf den höchsten Juniorstufen zu spielen. Die Menschen um ihm suchten seine Nähe. Er wurde beliebt.

Eine massive Veränderung hatte stattgefunden. Aber wie ging es weiter? Was veränderte sich wirklich? Konnte er sich überhaupt längerfristig verändern?

Gerne erzähle ich dir nächsten Sonntag mehr zu seiner Geschichte. Bleib dran und like unsere Facebookseite, damit du nichts von seinem spannenden Wandel verpasst. Vielleicht wird er auch dein Leben verändern…

Von Herzen,

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