„Hallo, wie geht‘s?“

Wer kennt sie nicht, die Alltagsfloskel, die wir täglich hören. Meistens wird sie quittiert mit einem „Gut! Und dir?“. Unser Gegenüber interessiert es aber nur selten, wie es einem wirklich geht. Bereits bei einem „Naja, nicht so goldig“, kommen viele schon ins Schleudern.

Geht es dem Gegenüber wirklich schlecht und es bricht in Tränen aus, geraten die meisten von uns in grosse Verlegenheit. Aber was ist denn daran so schlimm, wenn es einem nicht so gut geht?

Tränen: Einen Zeichen der Schwäche?

Viele Menschen, vor allem Männer, sehen Tränen als ein Zeichen der Schwäche. Man(n) fühlt sich ertappt und ausgeliefert. Viel schöner ist es, stark zu sein und mit geschwellter Brust vorwärts zu gehen. Aber: Die wahren Gefühle zu überspielen und zu verdrängen, hat Folgen.

Die Gefühle von Wut und Trauer sammeln sich in einem an und blähen sich auf, bis einem der Atem stockt. Es wird einem eng in der Brust und irgendwann explodiert man wie eine Bombe. Meistens leiden dann jene Menschen, die einem am nächsten stehen – und man(n) selbst.

Wie gehe ich mit Gefühlen um?

Nach meiner Rückkehr aus Bali hatte ich einige dieser Tage eingezogen. Ich fühlte mich müde, nicht bei mir und hatte viele Gedanken im Kopf. Ich fühlte mich dadurch schwach und ausgelaugt.

Es waren beschissene Tage – aber doch auch inspirierend. Auf die Frage einer Freundin, wie es mir gehe, konnte ich mir ein „gut“ abverlangen. Mehr nicht. Das fiel ihr auf, da ich sonst so eine Frohnatur bin.

Dieses Erlebnis hat mir einmal mehr meine Erkenntnis der letzten Jahre bestätigt:

Mich selber sein bedeutet für mich, jedes meiner Gefühle zeigen zu dürfen. Und ja, auch als Lebenscoach habe ich mal einen Scheisstag, bin mal traurig oder nachdenklich.

Es gibt aber einen grossen Unterschied zu vielen anderen Menschen: Ich lebe diese Gefühle in diesem Moment aus, wenn sie in mir aufsteigen. Ich halte sie nicht zurück und staue sie dadurch nicht auf.

Deshalb fühle ich mich innert kürzester Zeit wieder freier. Und dieses frei sein fühlt sich dann so richtig geil an.

Es gibt kein Leben nur im Hoch. Vergesst das. Aber es gibt ein Leben mit ganz vielen Hochs und kurzen Zwischentiefs. Je mehr ihr eure Gefühle annehmt und auslebt, umso schneller wird das Gefühl des Freiseins in euch zurückkehren.

Ich fühl mich bereits wieder sehr gut und freue mich auf die fantastischen Tage, die sich schon bald wieder in mir frei machen werden.

Und das wünsche ich mir auch für dich.

Von Herzen,

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PS: Willst auch du erfahren, wie schön das Leben sein kann, wenn man zu seinen Gefühlen steht? Schau mal bei uns vorbei, zum Beispiel bei einem Erlebnisabend. Hier geht es zu den Daten.