Ein Jahr als Familie – und was man daraus lernen kann

Die letzten Wochen und Monate war ich hauptsächlich damit beschäftigt mein Leben als Familienvater neu zu ordnen, mich neu zu erfinden und alles unter einen Hut zu bringen. Diesen Dienstag wird unser Kleiner nun bereits ein Jahr alt. Zeit um ein Fazit über die vergangenen Monate zu ziehen.

Am 20. Februar 2017 erblickt unser Noah das Licht der Welt. Ein Moment, welcher mir ein Leben lang in Erinnerung bleiben wird. Und auch ein Moment, welche in den kommenden Wochen und Monaten mein Leben so richtig durcheinander wirbeln wird. Doch vorerst geniesse ich den Moment dieses Wunders. Ein kleiner Mensch mit allem was es zum Leben braucht. Ohren, Augen, Nase, Mund und dazu einen gesunden Körper mit all seinen Funktionen. Herzschlag, Lunge, Blutkreislauf. Fuck! Ist das nicht einfach nur krass? Ein Akt von Mann und Frau, ein Samen der seinen Weg findet und 9 Monate später kommt ein fix-fertiges Kind mit eigenem Charakter als Unikat zur Welt! Ich war und bin noch heute fasziniert.

Doch nach dem ersten Wow-Moment kommt in den kommenden Wochen vor allem eines auf einem zu: ein total neues Leben, welches man sich nicht im Entferntesten hätte vorstellen können. Einen Einblick auf die ersten Monate habe ich bereit im Blog „Vater sein“ erläutert (https://www.beyou.ch/neuer-lebensabschnitt-vater-sein). Es war wirklich hart vom alten Leben Abschied zu nehmen.

Doch nach rund 8 Monaten hatte sich unser Familienleben eingependelt. Auch die wertvolle Zeit für sich selbst konnte jeder für sich nehmen und ja, sogar die so wichtigen Stunden zu Zweit als Paar konnten wir bedingungslos in unseren neuen Alltag integrieren. Es war nicht einfach, das gebe ich zu, doch mit einigen Tricks, viel Organisation und Willen führen wir nun zwar ein Neues, aber sehr spannendes und erfüllendes Familienleben.

Einige Tipps und Tricks

Nach einem Jahr als Familienvater gebe ich euch gerne meine ganz persönlichen drei wichtigsten Punkte eines glücklichen Lebens als Familie mit auf den Weg. Natürlich ist dies immer Ansichtssache, aber vielleicht ist ja auch was für dich dabei:

Punkt 1 – nimm dir Zeit für dich

Nicht aus Zufall wähle ich diesen Punkt als Erstes, denn dieser Punkt ist und bleibt das A und O eines glücklichen Lebens. Nimm dir Zeit für dich. Mache Dinge welche dich persönlich erfüllen und welche du möchtest, auch wenn es ab und an zu Diskussionen in der Partnerschaft oder deinem nächsten Umfeld führen kann. Es ist dein Leben und du darfst darüber entscheiden wie du es führen möchtest.

Punkt 2 – Wochenplanung

Meine Partnerin Tamara und ich haben uns zusammen für ein Kind entschieden, somit war für mich klar, dass ich auch als Mann meinen Anteil dazu beitragen wollte. Um Harmonie und Gleichgewicht in die Beziehung und das Leben aller Beteiligten zu bringen, haben wir die Abende aufgeteilt. 2 fixe Abende für mich, 2 fixe Abende für Tamara und 1 gemeinsamen Abend als Familie. Dazu kommt natürlich die Zeit am Wochenende, welche wir als Familie teilen. Doch durch diesen Plan fühlen wir uns alle erfüllt und bleiben auch in hektischen Situationen ruhig und gelassen. Okay, ich gebe es zu, ganz immer bleiben wir auch nicht ruhig und gelassen, zum Beispiel gerade die letzten 3 Tage, als unser Noah 3 Nächte wegen 4 neuen Zähnen mehr weinte als schlief. Doch genau deswegen ist es Wichtig an andern Tagen Kraft zu tanken und darum steuert dieser Punkt sehr viel zu einem erfüllten Leben aller Beteiligten bei.

Punkt 3 – Zeit zu zweit

In jedem Babybuch und Beziehungsratgeber steht es geschrieben und auch die Eltern und Freunde im Umfeld warnen im Vorfeld vor dem auseinanderleben der Partnerschaft. Wer diesen Punkt umgeht, wird den Partner früher oder später aus den Augen und dann aus dem Herzen verlieren. Das Kind kommt an erster Stelle, was bestimmt seine Berechtigung hat, vor allem wenn der Kleine noch voll und ganz auf die Eltern angewiesen ist. Und genau darum braucht es fixe Daten, wo sich die Eltern zurückziehen können. Mal zu zweit Essen, ins Kino oder einfach einen Kaffee trinken gehen. Diese Stunden zu zweit werden Wunder bewirken. Wir haben 1 Tag im Monat, sowie ein Wochenende für uns. Wir nutzen die Zeit dann oft für Wellness und Ruhe. Es ist Balsam für die Seele und ja, auch für die Nerven. Und dem Kind ist dabei ebenfalls geholfen, denn nach wenigen Stunden Ruhe, vermisst man es und freut man sich bereits wieder auf seinen Sprössling.

Natürlich gibt es noch viele weitere Punkte, welche sehr hilfreich sein können. Vielleicht hast auch du deine Erfahrungen gemacht und kannst mit deinen Tipps hier dem einen oder anderen weiterhelfen. Ich freue mich auf eure Kommentare.

Und für all die, welche noch nicht Eltern sind: geniesst das Leben in vollen Zügen! Geht reisen, tanzen oder einfach mal ins Kino. Schätzt die Flexibilität im täglichen Leben, denn als Eltern werden bereits die alltäglichsten Dinge wie alleine Duschen oder mal 5 Minuten einen Blog wie diesen zu lesen zur Herausforderung.

Von Herzen alles Liebe für euch

PS Lieber Noah, es ist oft anstrengend und nicht einfach all das mit dir zu stemmen und doch:
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PS Lieber Noah, es ist oft anstrengend und nicht einfach all das mit dir zu stemmen und doch:
Du bist ein Geschenk. Schön bist du in unserem Leben.