Ich habe begonnen zu wünschen und auch danach zu handeln. Ohne Angst. Ohne Vergleich und ohne gefallen zu wollen. Dies hat ein wenig an Zeit und Willen gebraucht, aber heute lebe ich mit 36 ein Leben, welcher manch anderer auf seinem Sterbebett rückwirkend als „wünschenswert“ bezeichnen würde.

Diese Aussage scheint auf den ersten Blick vielleicht etwas provokativ, aber ist keineswegs aus meiner Feder entstanden. Einzig der Rückschluss auf die Aussagen im genannten Buch, habe ich selber auf mich prognostiziert.

Hier die 5 Dinge…

1. «Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben»
«Wenn Menschen realisieren, dass sich ihr Leben dem Ende neigt, ist es einfach zu sehen, wie viele Träume unerfüllt verpufft sind. Die meisten der Sterbenden, die ich begleitet habe, hatten nicht einmal die Hälfte ihrer Träume verwirklicht und mussten mit der Gewissheit sterben, dass sie selber dafür verantwortlich waren: Weil sie gewisse Entscheidungen gefällt oder eben nicht gefällt hatten. Statt auf ihre eigenen Bedürfnisse zu hören, hatten sie das Leben gelebt, das andere von ihnen erwartet hatten.»

2. «Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet»
«Jeder männliche Patient, den ich in den Tod begleitet habe, hat diesen Satz gesagt. Sie bedauerten, die Kindheit ihres Nachwuchses und die Gesellschaft ihrer Partner verpasst zu haben. Zwar äusserten auch Frauen dieses Bedauern, aber weil die meisten von ihnen einer älteren Generation angehörten, waren nur wenige vollberuflich engagiert gewesen. Aber die Männer bereuten ausnahmslos so viel Zeit ihres Lebens in den Tretmühlen der Arbeitswelt verbracht zu haben.»

3. «Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken»
«Viele Menschen mit denen ich zu tun hatte, haben ein Leben lang ihre Gefühle ‹der Harmonie willen› unterdrückt. Was dazu führte, dass sie sich mit einem mittelmässigen Dasein zufrieden gaben und sie sich nie zu jenem Menschen entwickeln konnten, der sie wirklich sein wollten. Ich denke, viele Krankheiten sind auf diese Verbitterung und Unzufriedenheit zurückzuführen.»

4. «Ich wünschte, ich wäre mit meinen Freunden in Kontakt geblieben»
«Viele meiner Patienten erkannten erst in ihren letzten Wochen, wie wertvoll ihre Freundschaften waren. Aber sie waren dermassen von ihrem Leben eingespannt gewesen, dass sie ihre Freunde während Jahren vernachlässigt oder ganz aus den Augen verloren hatten. Und jetzt, als sich ihr Leben dem Ende neigte, war es teilweise leider unmöglich diese alten Freunde ausfindig zu machen, um sie noch einmal zu sehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass jeder Sterbende seine Freunde von früher vermisst.»

5. «Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein»
«So viele Menschen realisieren erst am Ende, dass das Glücklichsein eine persönliche Wahl ist. Statt sich für das Glück zu entscheiden, bleiben viele in alten Mustern und Gewohnheiten gefangen. Die Angst vor Veränderung brachte sie so weit, während Jahren ihrem Umfeld und auch sich selber vorzugaukeln, dass sie zufrieden mit ihrem Leben seien. Obwohl sie sich tief in ihrem Innern danach sehnten, von Herzen zu lachen und wieder echten Spass in ihr Leben zu lassen.»

Nimm dein Leben JETZT in die Hand, damit du in vielen Jahren rückwirkend sagen kannst: Ich war der Regisseur meines Lebens und habe das Leben gelebt, welches ich mir wünschte…